Kinder und Kleinkinder

Bei der kieferorthopädischen Behandlung von Kindern und Kleinkindern gilt: Durch frühzeitiges Erkennen von Zahnproblemen können spätere Fehlstellungen behoben oder sogar vermieden werden. Um die Behandlungsdauer dabei so kurz und effektiv wie möglich zu gestalten und das Wachstum des Kiefers und der Zähne optimal beeinflussen zu können, ist eine ausführliche Erstuntersuchung in unserer kieferorthopädischen Praxis erforderlich.

Mit einer Frühbehandlung kann bereits im Milch- und frühen Wechselgebiss begonnen werden. Besonders bei jungen Kindern eignen sich herausnehmbare Zahnspangen, die weder in der Schule noch beim Toben auf dem Spielplatz oder Fußballplatz beeinträchtigen. Eine Frühbehandlung unterstützt dabei die Ausformung von Ober- und Unterkiefer und beeinflusst den Zahndurchbruch positiv. Die losen Zahnspangen dienen gerne als Grundlage für nachfolgende festsitzenden Zahnspangen, um die Behandlungsdauer zu verkürzen oder zu vereinfachen. Bei Bedarf klären wir Sie gerne über unterstützende Therapieformen auf.

Welche kieferorthopädische Behandlungsform bei Ihrem Kind in Frage kommt, hängt entscheidend von Alter, Zahn- und Kieferstellung ab. Vereinbaren Sie gerne einen persönlichen Beratungstermin in unserer Praxis.

Ab wann ist eine kieferorthopädische Frühbehandlung des Kindes notwendig?
Nicht selten kommt es bei Kindern zu Deformationen des Kiefers, wenn der Schnuller zu lange zum Gebrauch kommt oder Daumen gelutscht wird. Im Milch- und frühen Wechselgebiss ist es bei einigen Fehlstellungen sinnvoll, so früh wie möglich mit einer kieferorthopädischen Frühbehandlung zu beginnen. Durch den frühen Einsatz von Kieferorthopädie bei Kindern können Fehlentwicklungen vorgebeugt werden. um im späteren, bleibenden Gebiss eine komplexe und langandauernde Behandlung zu vermeiden oder diese zu verkürzen.

Als kieferorthopädisches Behandlungsmittel bei Kindern empfehlen wir herausnehmbare Zahnspangen. Es gibt verschiedene Arten von losen Zahnspangen, die individuell geplant und angefertigt werden. Je nach Fehlstellung umfasst es einzelne oder beide Kiefer gleichzeitig.

Sollten Sie nicht sicher sein, ab wann und ob eine kieferorthopädische Frühbehandlung bei Ihrem Kind notwendig ist, beraten wir Sie gerne.

Bei einem frühzeitigen Verlust der Milchzähne, sollten Sie für Ihr Kind zeitnah einen Termin in unserer kieferorthopädischen Praxis vereinbaren. Milchzähne haben die Aufgabe, im Kiefer Platz für die bleibenden Zähne zu bewahren. Ist dies nicht gewährleistet, wandern die Zähne, die neuen bleibenden Zähne haben nicht mehr ausreichend Platz und es entstehen Fehlstellungen im Gebiss Ihres Kindes.

Wir empfehlen den Einsatz von Lückenhaltern. Durch diese präventive Maßnahme der Kieferorthopädie kann die Vorwanderung der Nachbarzähne und somit Platzmangel für die bleibenden Zähne verhindert werden. Gerne beraten wir Sie, ob ein Lückenhalter bei Ihrem Kind sinnvoll ist.

Wussten Sie, dass schlechte Angewohnheiten und falsche Muskelfunktionen im Mundbereich häufige Gründe für schiefe Zähne und Kieferfehlstellungen sind?

Korrekte Muskelfunktionen unterstützen erheblich die Kieferentwicklung und Einstellung der Zähne zueinander. Diese Tatsache wird oft unterschätzt. Fehlerhafte Angewohnheiten und muskuläre Fehlfunktionen, wie Daumenlutschen, Mundatmung oder kindliche Schluckmuster, können Ursache für Zahnfehlstellungen, ungünstige Kieferentwicklung und Rezidive nach kieferorthopädischen Behandlungen sein.

 „Die Form folgt der Funktion“ – so lautet der Leitsatz in der Kieferorthopädie.

Werden Fehlfunktionen frühzeitig erkannt, ist es möglich mit einem myofunktionellen Trainingsgerät von zum Beispiel Myobrace® durch tägliches Trainieren und Tragen von nur zwei Stunden am Tag und nachts den Fehlstellungen entgegen zu wirken und zu beheben. Eine Zusammenarbeit mit Logopäden ist in manchen Fällen begleitend notwendig.

Schon ab einem Alter von 3 Jahren ist eine myofunktionelle Kieferorthopädie möglich. Je früher man die Behandlung beginnt, desto weniger komplex bilden sich die Fehlstellungen aus.

Wenn frühzeitig eine kieferorthopädische Behandlung mit Myobrace®-Trainingsgeräten durchgeführt wird, kann in vielen Fällen eine komplexe Zahn- und Kieferfehlstellung und somit eine langwierige kieferorthopädische Behandlung im Jugendalter vermieden werden.

Wir beraten Sie gern, ob bei Ihrem Kind eine myofunktionelle Kieferorthopädie sinnvoll ist.

Jugendliche

Bei Jugendlichen sind während der Kieferorthopädie verschiedene Faktoren zu beachten, wie zum Beispiel die unterschiedlichen Zahn- und Kieferfehlstellungen, die jeweilige Wachstumsphase und die Wahl des Behandlungsmittels.

Je nach Fehlstellung werden herausnehmbare und festsitzende Zahnspangen verwendet, oder aber auch zusätzliche Behandlungsmittel können erforderlich sein.

Die wichtigste Voraussetzung für eine kieferorthopädische Behandlung im Jugendalter ist jedoch, dass der Jugendliche motiviert ist und seine Zahnspangen trägt, pflegt und gut mitarbeitet.

Um die Behandlung so angenehm und kurz wie möglich zu gestalten, bieten wir verschiedene Behandlungsmittel an, die nicht nur effektiv sind, sondern auch den ästhetischen Ansprüchen gerecht werden und optimalen Tragekomfort bieten.

Zahnfarbende oder selbstlegierende Brackets und transparente Korrekturschienen, sogenannte Aligner, sind ein Teil unseres Behandlungsspektrums.

Herausnehmbare Zahnspangen kommen bei Jugendlichen zum Einsatz, um noch während des Wachstumsprozesses Platz für durchbrechende Zähne zu schaffen, den Kiefer zu dehnen oder die Bisslage einzustellen. Durch individuell geplante und angefertigte Zahnspangen kann das Wachstum der Kiefer gefördert und einfache Fehlstellungen behandelt werden. Je nach Zahn- und Kieferstellung umfasst der Einsatz der Kieferorthopädie einzelne oder beide Kiefer des Jugendlichen gleichzeitig.

Bei losen Zahnspangen unterscheidet man in aktive Platten und funktionskieferorthopädische Geräte. Man spricht von aktiven Platten, da der Kieferorthopäde mit regelmäßig regulierten Elementen wie Federn und Schrauben, effektiv auf die jeweilige Fehlstellung des Jugendlichen reagieren kann.

Funktionskieferorthopädische Geräte, sogenannte Aktivatoren, kombinieren den Ober- und Unterkiefer in einem Gerät. Über die Muskelkräfte im Mundbereich wird unter anderem die Lage vom Unterkiefer zum Oberkiefer sanft korrigiert und das Wachstum des jeweiligen Kiefers gefördert.

Nicht alle Zahn- und Kieferfehlstellungen können mit herausnehmbaren Zahnspangen behoben werden. Häufig dienen sie in der Kieferorthopädie für Jugendliche als Grundlage für nachfolgende feste Zahnspangen. Die lose Zahnspange verkürzt und vereinfacht die kieferorthopädische Behandlung. Gerne stellen wir in einer Erstuntersuchung für Sie fest, welche Zahnspange sich für die Behandlung Ihres Kindes eignet.

Nicht alle Zahnbewegungen können effizient und optimal durch eine lose Zahnspange durchgeführt werden. Um die kieferorthopädische Behandlung mit einer festen Zahnspange so angenehm wie möglich zu gestalten, bieten wir Ihnen in unserer kieferorthopädischen Praxis verschiedene Brackets an, die an Ihre Ansprüche angepasst werden können.

Besonders für Jugendliche stellen feste Zahnspangen eine optimale Möglichkeit dar, schnell und effektiv das gewünschte Ergebnis von natürlich schönen Zähnen zu erreichen. Bei der kieferorthopädischen Behandlung mit festsitzenden Zahnspangen werden Brackets, kleine Halteelemente aus Metall oder Keramik, fest auf die Zähne geklebt und mit Drahtbögen miteinander verbunden. Durch den kontinuierlich ausgeübten Druck der hochelastischen Bögen können die Zähne sanft und angenehm in alle Richtungen korrigiert werden. Für unsere Patienten bedeutet dies deutlich kürzere Behandlungszeiten und ein optimales Behandlungsergebnis.

Für die kieferorthopädische Behandlung von Jugendlichen können wir Ihnen verschiedene Bracketsysteme anbieten, die auf Ihren Anspruch angepasst werden. Vor allem zahnfarbene Brackets werden dem hohen Anspruch der jugendlichen Patienten an die Ästhetik der Kieferorthopädie und einen hohen Tragekomfort gerecht. Die festen Keramikelemente heben sich farblich kaum von den eigenen Zähnen ab und können sich nicht verfärben.

Selbstlegierende Brackets überzeugen durch ihren maximalen Tragekomfort und ihre Effektivität. Statt Gummiringe oder Drähte, die nicht nur Schmutznischen sind, sondern auch wie eine Handbremse auf die Zahnbewegung wirken, nutzen selbstlegierende Brackets einen Verschluss- und Gleitmechanismus, der den Bogen mit kaum spürbarer Kraft hält. Dank der deutlich kleineren und abgerundeten Brackets können sich unsere Patienten schneller an die kieferorthopädische Behandlung gewöhnen und sind in der Zahnpflege sind so stark eingeschränkt.  

Bei Erwachsenen hat sich die kieferorthopädische Behandlung mit transparenten, nahezu unsichtbaren Korrekturschienen, sogenannten Alignern, längst etabliert. In unserer kieferorthopädischen Praxis gibt es Alignersysteme zum Beispiel von Invisalign® oder Orthocaps®, die speziell auf die Besonderheiten des wachsenden, jugendlichen Gebisses abgestimmt sind und in einigen Fällen eine Alternative zur festen Zahnspange für Jugendliche bieten.

Für die meisten Jugendlichen spielen zwei Faktoren bei der kieferorthopädischen Behandlung eine entscheidende Rolle: Die Zahnkorrektur soll möglichst unauffällig sein und die Zahnpflege soll weiterhin gut möglich sein. Die flexiblen, transparenten Zahnschienen können problemlos in den Alltag des Jugendlichen in Schule und Freizeit integriert werden. Die herausnehmbaren Aligner ermöglichen einen maximalen Tragekomfort und sind mit dem bloßen Auge für die Umwelt kaum ersichtlich. Beim Essen und zur Zahnpflege können die Korrekturschienen einfach entnommen werden.

Ob transparente Korrekturschienen von zum Beispiel Invisalign® oder Orthocaps® auch für Ihr Kind geeignet sind, beantworten wir Ihnen gern in einem ersten Beratungsgespräch in unserer kieferorthopädischen Praxis. Vereinbaren Sie gerne online einen Termin.

Compliance unabhängige Apparaturen
Die Compliance unabhängigen Apparaturen oder auch Non-Compliance-Geräte bezeichnen „mitarbeitfreie“ Klasse II Zahnkorrekturen. Sie stellen bei abgeschlossenem Wachstum oder bei minimaler Mitarbeit vor allem für Kinder und Jugendliche eine alternative kieferorthopädische Behandlung zu den Gummizügen dar. Auch im späten Jugendalter eröffnen sie noch die Option auf eine effiziente und komfortable Regulierung der Kieferfehlstellung.

In unserer kieferorthopädischen Praxis setzen wir diese Form der Zahnkorrektur gerne in Verbindung mit klassischen Zahnspangen bei Jugendlichen ein, wenn die feste Zahnspange entweder nicht effektiv genug zum gewünschten Behandlungsergebnis führt oder die herausnehmbaren Zahnspangen nur ungenügend getragen wurden.

 

Minipins – skelettale Verankerung
Bei manchen Fehlstellungen reichen herkömmliche Zahnspangen als kieferorthopädische Behandlung allein nicht aus. Methoden wie der Gesichtsbogen werden häufig als hässlich und unkomfortabel empfunden und nicht ausreichend getragen, um das gewünschte Behandlungsergebnis zu erzielen.

In unserer Praxis bieten wir Ihnen daher eine angenehme, kaum sichtbare Alternative an: Minipins sind eine effiziente, komfortable und unauffällige Verankerungstechnik, um bei komplizierten Zahnbewegungen eine Verankerung ohne negative Nebeneffekte auf die Nachbarzähne zu schaffen. Die kleinen Pins werden in den Kieferknochen relativ schmerzfrei eingesetzt und sind unabhängig von der Mitarbeit und nicht von außen sichtbar.

Beim Fahrradfahren trägt Ihr Kind einen Helm, bei anderen Sportarten Knie- und Ellbogenschoner. Bei den meisten Aktivitäten gilt die Schutzausrüstung als selbstverständlich. Was jedoch häufig unterschätzt wird, ist der Schutz der Mundpartie. Vor allem bei Sportarten, die ein Verletzungsrisiko für Kiefer und Zähne bergen, ist ein Sportmundschutz für Jugendliche unumgänglich.

Vor allem Jugendliche, die bereits eine feste Zahnspange haben, sollten unbedingt einen Sportmundschutz tragen, da hier die Verletzungsgefahr durch die festsitzenden Brackets umso größer ist.

Der Sportmundschutz wird in unserer Praxis in Münster Hiltrup individuell an das Gebiss des Patienten angepasst, sodass er einen optimalen Schutz und Tragekomfort bietet, ohne Ihr Kind beim Sport einzuschränken.

Erwachsene

Es ist nie zu spät für schöne gerade Zähne!

Zähne lassen sich in jedem Alter bewegen.
Immer mehr Erwachsene entscheiden sich heutzutage für eine kieferorthopädische Behandlung. Der Wunsch nach einem gepflegtem Erscheinungbild und einem schönen Lächeln sind Gründe dafür, aber auch die Vermeidung von Parodontitis, Kariesentwicklung und Kiefergelenksprobleme.

Um auf die veränderten Anforderungen und Ansprüche der erwachsenen Patienten einzugehen, können wir verschiedene Behandlungsmaterialien und -techniken anbieten.

Wir informieren Sie gern.

Patienten, die mit Alignern behandelt werden, sind begeistert vom angenehmen Tragekomfort, ihrer Unauffälligkeit durch die Transparenz und der uneingeschränkten Zahnpflege. Vor allem im Erwachsenenalter spielen diese Faktoren eine wichtige Rolle, damit die kieferorthopädische Behandlung optimal in den Berufsalltag integriert werden kann.

Die transparenten, nahezu unsichtbaren, Korrekturschienen von zum Beispiel Invisalign® oder Orthocaps® werden individuell und passgenau für die einzelnen Bewegungsabschnitte konzipiert und anhand einer computergestützten 3D-Darstellung hergestellt. So können die Aligner komfortabel über 22 Stunden getragen werden und die Zähne werden sanft Schritt für Schritt in die geplante Richtung bewegen. Beim Essen und zur Zahnpflege können die Aligner problemlos herausgenommen werden.  

Dank der transparenten Korrekturschienen erhalten Sie auch im Erwachsenenalter natürlich schöne Zähne ohne feste Zahnspange.

Wir als zertifizierte Praxis beraten Sie gerne.

Wenn Patienten erst im Erwachsenenalter ihre erste kieferorthopädische Behandlung beginnen, existieren Fehlstellungen bereits seit der frühen Kindheit und haben sich über Jahre hinweg entwickelt. In manchen Fällen ist die Fehlstellung bereits so ausgeprägt, dass eine rein kieferorthopädische Behandlung der Fehlstellung alleine nicht ausreichend ist, um eine harmonische Verzahnung und Funktion der Kiefer herzustellen. Eine Kombinationstherapie aus Kieferchirurgie und Kieferorthopädie kann erforderlich sein.

In der Dysgnathie-Sprechstunde in unserer Praxis in Münster Hiltrup werden sowohl der kieferorthopädische Teil besprochen als auch die notwendige fachliche Koordination mit dem behandelnden Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen eingeleitet. Gemeinsam entwickeln wir für Sie ein Therapiekonzept, das individuell auf Ihre Kieferfehlstellung zugeschnitten ist.

Ob Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Zähneknirschen oder Schmerzen beim Kauen, die Auswirkungen einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) reichen weit. In unserer kieferorthopädischen Praxis führen wir hierbei eine ausführliche, manuelle Funktionsanalyse durch. Bei dieser Untersuchung werden alle Kaumuskeln und Strukturen des Kiefergelenks auf ihre Funktionsfähigkeit unter Belastung geprüft.  Auf Basis dieser Untersuchung wird ein individuelles Behandlungskonzept aufgestellt, welches unter anderem Aufbissschienen, Physiotherapie oder aber auch eine MRT-Untersuchung beinhaltet.

Bevor Zahnersatz, beispielsweise Brücken oder Implantate, bei Ihnen zum Einsatz kommen können, müssen in Ihrem Kauapparat zunächst die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden. Brücken können beispielsweise nur optimal eingegliedert werden, wenn die angrenzenden Zähne geradestehen und der Biss korrekt ist.


Während der präprothetischen Kieferorthopädie für Erwachsene arbeiten wir eng mit Ihrem Zahnarzt zusammen. Je nach Bedarf schaffen wir Platz, beseitigen Engstände oder richten Zähne auf. Bei der kieferorthopädischen Behandlung von Erwachsenen werden in der Regel unauffällige, komfortable Zahnspangen bevorzugt. Gerne beraten wir Sie, welche Behandlungsform für eine optimale prothetische Ausgangslage in Frage kommt.

„Für immer gerade Zähne!“- so lautet unser Motto am Ende jeder kieferorthopädischen Behandlung. Damit die Zähne auch nach der Behandlung die gewünschte Position dauerhaft einhalten, muss die neue Zahnstellung weiterhin stabilisiert werden. Hierfür bieten wir Ihnen in unserer kieferorthopädischen Praxis verschiedene Retentionsgeräte an.

Ein graziler, individuell geformter Teilbogen, auch Retainer genannt, kann am Ende der Behandlung hinter den Frontzähnen befestigt werden. Der Draht wird individuell im Labor gefertigt und kann im Ober- und Unterkiefer verwendet werden. Der Retainer ist eine sinnvolle Ergänzung zu den herausnehmbaren Retentionsgeräten für die Nacht.

Häufige Fragen

Immer wieder kommt die Frage auf: „Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine erste kieferorthopädische Beratung?
Leider ist es eine weit verbreitete Annahme, dass erst alle bleibenden Zähne da sein müssen, bis eine kieferorthopädische Behandlung möglich ist.
Einige Kieferfehlstellungen kann und sollte man im frühen Kindesalter schon beheben und somit verhindern, dass eine komplexere kieferorthopädische Behandlung im jugendlichen Alter notwendig ist.

Wir empfehlen ab dem 6. Lebensjahr bei uns das erste Mal vorstellig zu werden, auch wenn weder beim Zahnarzt noch beim Kinderarzt etwas auffällig war.

1. kieferorthopädische Erstberatung
Die Erstberatung dient dazu die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung abzuklären und ggf. festzustellen. Eine erste grobe Einschätzung des Behandlungsablaufs wird besprochen.

2. Anfangsunterlagen anfertigen
Um die gesamte kieferorthopädische Behandlung im Umfang, Ablauf und in der Auswahl der Behandlungsmittel detailliert planen zu können, werden diagnostische Unterlagen wie Modelle, Fotos, Röntgenbilder und ggf. Kiefergelenksuntersuchung angefertigt. Diese werden dann ausgewertet und ein individueller kieferorthopädischer Plan wird aufgestellt.

3. Plangespräch: Besprechung des Behandlungsablaufs und Heil- und Kostenplans
Der individuelle kieferorthopädische Behandlungsplan wird mit Ihnen Schritt für Schritt in einem persönlichen Plangespräch besprochen, die verschiedenen Zahnspangenarten gezeigt und erklärt.
Sie erhalten die notwendigen Unterlagen und ggf. Ihren Heil- und Kostenplan zur Einreichung bei der privaten Versicherung.

4. Start der kieferorthopädischen Behandlung und regelmäßige Kontrolltermine
Wenn der Behandlungsplan genehmigt vorliegt, kann mit der Behandlung begonnen werden.
Während der kieferorthopädischen Behandlung sind regelmäßige Kontrolltermine notwendig. Alle 4-8 Wochen überprüfen wir die Funktion der Zahnspange, Tragezeit und Zahnpflege. Dies sind wichtige Faktoren für den Verlauf und Erfolg der kieferorthopädischen Behandlung.
Die Termine erfolgen meist nachmittags. Zeitaufwendige Termine jedoch, wie das Einsetzen der festen Zahnspange, finden vormittags statt.

5. Stabilisierungsphase
Ist das gewünschte Behandlungsziel erreicht, wird die aktive Behandlungsphase abgeschlossen und eine Stabilisierungsphase folgt.
Weitere Informationen finden Sie hier. Link

6. Abschluss der Kieferorthopädischen Behandlung
Nach der Stabilisierungsphase kann die kieferorthopädische Behandlung abgeschlossen werden, allerdings wird eine jährliche Kontrolle des Retainers und der Haltegeräte empfohlen.

Zur Klärung der Kostenerstattung empfehlen wir den privat versicherten Patienten vor Behandlungsbeginn den ausgehändigten Heil- und Kostenplan bei der Versicherung und ggf. Beihilfestelle einzureichen.
Die Kostenerstattung erfolgt nach dem vereinbarten Versicherungstarif.

Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) bezuschusst bis zum 18.Lebensjahr in ausgewählten Fällen die kieferorthopädische Behandlung. Voraussetzung dafür ist die Zuteilung der Ausprägung der Zahnfehlstellungen zu den Gruppen 3-5 der kieferorthopädischen Indikationsgruppen, kurz genannt KIG.
Damit bewertet die Krankenkasse die Wirtschaftlichkeit einer Behandlung, nicht aber die medizinische Notwendigkeit.
Bei Fehlstellungen der Gruppen 3-5 wird eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse genehmigt. Hierbei fällt ein Eigenteil an, der nach erfolgreicher Beendigung der Behandlung zurückerstattet wird.
Für die Gruppen 1-2 hingegen werden keinerlei Kosten von der GKV übernommen. Jedoch bedeutet dies nicht, dass eine Behandlung nicht medizinisch sinnvoll ist. Häufig ist dennoch eine kieferorthopädische Behandlung indiziert und notwendig. Diese ist dann privat zu vereinbaren.

Die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen beschränkt sich auf Kosten für Leistungen, die als „ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig“ definiert werden und „das Maß des Notwendigen“ nicht überschreiten dürfen.
Da wir in unserer Praxis einen Leistungsanspruch an uns und unsere Behandlung haben und Kieferorthopädie auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft durchführen, bieten wir außervertragliche Leistungen an, wie Bögen aus hochwertigen und schonenden Materialien, Retainer oder zahnfarbene Brackets, die aber nicht im Leistungskatalog der Krankenkasse enthalten sind.
Über die außervertraglichen Leistungen, die in Ihrem Fall empfehlenswert sind, klären wir in einem persönlichen Beratungsgespräch und informieren Sie ausführlich über Alternativen und Kosten etc.

Informationen für Zahn-Zusatzversicherungen finden Sie unter anderem unter www.waizmanntabelle.de

Um Ihren individuellen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten gerecht werden zu können, arbeiten wir mit einer Abrechnungsgesellschaft zusammen, was es uns ermöglicht Ihnen eine auf Sie angepasste Ratenfinanzierung anbieten zu können.

Dr. med. dent. Marie-Helen Lütkhoff
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie
Marktallee 19
48165 Münster Hiltrup

Tel.: 02501 – 264 99 88
Fax: 02501 – 978 41 00
info@kieferorthopaedie-mhl.de

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